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| Franz Kiefer zeigt schon OB-Allüren |
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| Geschrieben von: Oberbadische Zeitung |
| Montag, 01. Februar 2010 um 08:32 Uhr |
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Istein (mao). Drei Stunden volles Programm in einer nicht voll besetzten Isteiner Halle: Beim Narrenzunftabend der Isteiner Drübel kamen die Besucher dennoch auf ihre Kosten. Unter dem Motto: Wenn me chönnt, wie me chönnt wurde auch diesmal einiges an Lokalkolorit auf die humoristische Schippe genommen.
Bunter Einzug der Narrenzunft Isteiner Drübel in die Halle: Drei Stunden lang zündeten die Narren am Samstag ein humoristisches Feuerwerk.
Fotos: Marco Schopferer Noch im November bei der Mottoverkündung hatte man so seine Bedenken. Es fehlten damals noch Episoden über den Bürgermeister Wolfgang Fürstenberger. Doch ein Narrenzunftabend ohne Schnitzelbänke über das Gemeindeoberhaupt schien unvorstellbar. Und so kam es auch nicht. Fürstenberger steckte den Narren die Geschichte seines missglückten Versuches des Ausparkens aus der heimischen Garage, und man bekam auch Wind von einem Malheur der Besonderen Art. Während die Festgäste bei der Einweihung des Egringer Feuerwehrgerätehauses sehnsüchtig auf den Bürgermeister warteten, trieb der sich beim Einkaufsbummel mit seinen Damen in Freiburg rum. Er hatte den Einweihungstermin schlicht vergessen. Gleich mehrmals zündeten die Narren über die Vergesslichkeit des Bürgermeisters pointenreiche Witzraketen. Auch Ortsvorsteher Franz Kiefer bekam kleine Seitenhiebe zu spüren. Seit er im Hauptberuf Rentner ist, bekomme er Oberbürgermeister-Allüren. Wie sonst seien seine Kreiselideen am Ortseingang zu verstehen, wahrscheinlich kommt dann auch noch ein Kunstwerk drauf, befand Oberzunftmeister Markus Britsche. Aufpassen müsse man, dass der Isteiner Oberbürgermeister aus dem Kirchberg nicht auch noch eine Hangkante mit Einkaufszentrum mache. Auch die uralten Animositäten zwischen Huttingen und Istein boten wieder Stoff für Frotzeleien. Immerhin gestanden die Narren ein, dass sich auch ein Ausflug nach Huttingen lohnen könnte - der Ausblick auf Istein von dort sei wunderschön. In die große Politik mischten sich die Narren nur bei einem Thema ein, dass dafür aber gleich Mehrmals aufgegriffen wurde. Doch nur soviel: Der Schweizer Volksabstammung zum Minarett-Verbot konnten sie wenig abgewinnen. Weitaus populärer waren da schon die Sketche und Tanzeinlagen. Die zwei Zwuggel (Matthias Rühle und Björn Hagist) nahmen aus Babysicht das elterliche Leben auf die Schippen, Bernd Bräunlin überzeugte als Jäger, der den Durchblick hat, die Narrenzunft-Jugend erklärte den Unterschied zwischen Mann und Frau, bei Dalli Kligg galt es, den Ortsvorsteher im Röckchen, Pfarrer Fabian M. Schneider vor der blauen Moschee oder Bürgermeister Fürstenberger mit Strohhut und Weinglas zu erraten. Bei Geschdert und hit kämpfte ein liebenswerter Hermann Mouttet gegen gegen die beiden Jungtänzer Johannes Britsche und Sebastian Britz an. Beiden wird übrigens dank ihrem souveränen Auftretens zugetraut, in die Fußstapfen der Großen zu treten. Viel Applaus gab es noch für die Tanzgruppe Märkt unter Leitung von Ellen Kiefer-Weglarski. Das Spiegelkabinett mit Sabine Bräunlin, Daniela Britsche, Yvonne Kurk, Marina Hölzle, Inge Schmid, Manuela Vergari sowie Gudrun und Simone Weber, war einer der niveauvollen Höhepunkte. Gerade deshalb hätte man den Zunftabend-Machern durchaus mehr Publikumszuspruch gewünscht. |





