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Friedlich und ausgelassen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Matthias   
Sonntag, 14. Februar 2010 um 01:37 Uhr
Schlüssel wurde bei der Machtübernahme fast vergessen

 

(mao). Das Klotzendorf ist fest in Narrenhand. Am schmutzige Dunschdig überreichte Isteins Ortsvorsteher Franz Kiefer den Narren den Schlüssel fürs Rathaus, und die Fasnächtler feierten das Ereignis ausgelassen auf dem Hemdglunkiball. 

Was war das bitterkalt: Nicht im Gasthaus Sternen, wo die Narren vorglühten und auch nicht in der Halle, wo die Fasnächtler dicht gedrängt die fünfte Jahreszeit inbrünstig zelebrierten. Richtig frostig hatten es die Narren aber auf dem Weg zum Rathaus, um den Schlüssel der Ortsverwaltung entgegenzunehmen. Ortsvorsteher Franz Kiefer ging es nicht besser, er erwartete fröstelnd und sehnsüchtig die Fasnächtler, und konnte wohl den Moment kaum abwarten, seine Macht abzugeben.

Geht es jetzt los, bin ich jetzt dran, rief er den Hemdglunkis auf Alemannisch entgegen, und schob gleich im Dialekt nach: Feiert Fasnacht, sauber und froh, seit aber am Mittwoch wieder pünktlich da. So friedlich lief am Donnerstag die Machtübernahme ab, dass die Narren schier vergaßen, den Schlüssel entgegenzunehmen. Die Fahne wurde am Rathaus gehisst, Chlotze-Hornis, Isteiner Trübel, die Gugge-Musik und die Hodbachgeister manifestierten sich als neue Macht.

Und los ging das bunte Treiben in der Festhalle mit etlichen Guggemusiken, der Märkter Tanzgruppe und traditionellen Fasnachtshits. Wohl wissentlich, dass man nun Hausherr ist.

Aber man war es nicht ganz. Immer wieder einmal blickte die Polizei routinemäßig vorbei, zu später Stunde musste auch mal ein Krankenwagen gerufen werden. Alles in allem zogen die Fasnächtler aber eine überaus zufriedene Bilanz. Eine brechend volle Halle, tolle Stimmung, jüngeres Publikum als in den Vorjahren und vor allem friedlich feiernde, ausgelassene Gäste - das war die Bilanz des schmutzige Dunschdig in Istein.