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Süßigkeiten und Konfetti-Abreibung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Oberbadisches Volksblatt   
Mittwoch, 17. Februar 2010 um 13:34 Uhr

 

Nachtumzug in Istein am eiskalten Rosenmontag: Vorübergehender Engpass bei den Glühwein-Reserven... Istein (os). Rote Augen funkeln aus Hexen-Masken in der Dunkelheit, es gibt Konfetti-Abreibung, lautstarke Guggemusik und auch manche Umarmung zwischen Närrinnen und Narren und dem zahlreichen Fußvolk am Straßenrand von Istein.

Trotz der eher ungemütlichen äußeren Bedingungen an diesem eiskalten Rosenmontagabend war der Isteiner Nachtumzug auch in diesem Jahr ein ganz besonderes Ereignis der Fasnacht nach Markgräfler Art. Die Organisatoren aus der Narrenzunft Istein und dem Verein zur Förderung des traditionellen Brauchtums freuten sich über die Rekordbeteiligung von rund 400 aktiven Narren aus 21 Cliquen, Zünften und Guggenmusiken. Gegen 20.11 Uhr setzte sich der bunte, schräg-laute Zug in Bewegung, im Gegensatz zum Sonntagsumzug nicht durch die engen Gassen des alten Dorfes, sondern durchs neue Istein, das Neubaugebiet rund um die Festhalle. Buntes Konfetti wirbelte durch die eiskalte Luft, es flogen auch Süßigkeiten sozusagen als Bindeglied zwischen Narren und Zuschauern.

Vorneweg marschierten die Guggenmusiker von den Tamboure aus Möhlin in der Schweiz, es folgen Narrenfiguren aus dem Breisgau, aber auch aus Bamlach, Buggingen, Eimeldingen, Steinen, Maulburg, Vögisheim, Binzen, Hauingen und Kandern und natürlich die Hodbachgeischter, die Orchideenwiiber und die Drübel als Isteiner Lokalmatadoren. Ebenso mit dabei ist der SV Istein mit seinem Wagen und auch die Füürdeufel aus Wollbach haben ein närrisches Großgefährt mit dabei.

Mal lautstark, mal in farbenfrohem, mal in einem leicht grusligem Häs finden die Narren schnell den Draht zu den Zuschauern - mal mit dem Verteilen von Süßigkeiten, mal mit einer Konfetti-Abreibung. Recht zügig geht alles vonstatten, nicht weiter verwunderlich bei Temperaturen deutlich unter Null.

Nach gut einer Stunde - auch die Engpässe an Glühwein, die zu Umzugsbeginn geherrscht hatten, waren behoben - war der Umzug vorbei, die Narrenfete allerdings noch lange nicht. Denn in der Festhalle spielten die fünf mitmarschierenden Guggemusiken beim Cliquenball auf, und im Narrendorf draußen ging es ebenfalls hoch her.